Solltest du deine Ruhetage nun immer ausfallen lassen?

Ruhetage. Für die Fitness-Verrückten sind sie die böse Notwendigkeit, von der du bis jetzt geglaubt hast, dass du sie in dein Trainings-Programm integrieren musst. Während sich andere darüber beschweren, dass sie mehr Motivation brauchen, um bei ihrem Trainingsprogramm zu bleiben, beklagst du dich andererseits, dass du Motivation brauchst, um dich auszuruhen.

Bis jetzt hast du wahrscheinlich den obligatorischen einen Ruhetag in dein Trainingsprogramm eingebaut und vielleicht sogar zwei oder drei auf den Rat eines Coaches, eines Zeitschriftenartikels oder einfach nur so hinzugefügt, weil es in dem Programm, das du gerade absolvierst, vorgesehen ist.
Aber was wäre, wenn du hier total in die Irre geführt wirst? Was wäre, wenn dir alle hier total falsche Ratschläge geben?

Könnte ja eigentlich sein. Lass uns ein paar Gründe besprechen, warum du vielleicht in Betracht ziehen solltest, diese verdammten Ruhetage ganz ausfallen zu lassen und deinen Hintern 7 Tage die Woche ins Fitnessstudio zu schieben – so, wie du es dir ja eigentlich immer gewünscht hast.

3 gute Gründe, um die Ruhetage ausfallen zu lassen

Du suchst nach Gründen, um den Ruhetag ausfallen zu lassen? Nun, wir haben hier 3 gute für dich:

Es hält dich mental auf Trab

Hast du jemals Zeiten gehabt, in denen du nach einem Ruhetag einfach keine Lust hattest, ins Fitnessstudio zu gehen? Wir waren alle schon einmal an diesem Punkt und dieser Punkt fühlt sich richtig scheiße an. Du hast deinen Schwung verloren und musst ihn jetzt wieder neu aufbauen.
Wenn du an sieben Tagen pro Woche trainierst, vielleicht auch leichter und kürzer an manchen Tagen, bleibst du auch mental fit. Für einige kann dies einen großen Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg bedeuten.

Wenn du der Typ bist, der gerne mal einen Ruhetag in zwei Ruhetage ausdehnt, die dann eine Woche dauern und bei dem die Woche dann ein einmonatigen Fitness-Urlaub wird, dann solltest du auf jeden Fall täglich trainieren.

Selbst wenn du nicht der Typ bist, der schnell aufgibt, wird der Tag, der deine Leidenschaft fürs Training angreift, letztendlich auch deine Motivation töten – und aus diesem Grund wirst du weniger erreichen, als eigentlich möglich gewesen wäre.

Es hält dein zentrales Nervensystem aufrecht

Ein weiterer großer Vorteil des täglichen Trainings ist, dass es das zentrale Nervensystem (ZNS) in Gang hält. Dies ist ein weiterer Punkt, den du wahrscheinlich schon einmal erlebt hast. Wenn du dir eine Pause vom Fitnessstudio gönnst, lehnst du dich zurück und fühlst dich am nächsten Tag leicht lethargisch. Es ist, als ob dein Gehirn deinen Muskeln sagt, dass sie sich zusammenziehen sollen und deine Muskeln lassen sich erstmal so richtig Zeit damit.

Das verheißt nichts Gutes für diese PR. Das liegt in der Regel daran, dass deine CNS ein bisschen abfällt Ein verpasster Trainingstag und schon setzt der Entspannungsmodus ein. Jetzt musst du schnell handeln, um alles wieder in Schwung zu bringen.
Wer keinen Ruhetag einlegt, hat das ganze Problem erst gar nicht.

So wird dein Metabolismus erst richtig angeheizt

Der letzte Grund, aus dem du dir überlegen könntest, den Ruhetag für immer wegzulassen, könnte darin liegen, dass ein täglicher Gang ins Fitnessstudio, auch wenn es nur für ein paar Übungen ist, deinen Metabolismus auf Dauer kräftig ankurbelt.

Wenn es dein Ziel und dein Wunsch ist, Fett abzubauen oder wenn du langfristig schlank bleiben willst, dann wird dir eine höhere Stoffwechselrate im Ruhezustand wirklich dabei helfen können. Je mehr Energie du täglich im Ruhezustand verbrennst, desto leichter wird es dir fallen, auch Fett zu verbrennen.
Die Forschung hat gezeigt, dass nach einem Trainingsprogramm die Stoffwechselrate am Morgen nach dem Training deutlich höher ist (etwa 9,4% laut einer im Journal of Applied Physiology veröffentlichten Studie) als der Ausgangswert. Dies kann auch die gesamte Lipidoxidation im Körper verbessern, was an sich zu einem noch besseren Gewichtsverlust führen kann.

Du kannst diese Vorteile an sieben Tagen in der Woche erleben, wenn du täglich trainierst.

Wenn das Training nicht so läuft, wie geplant: wie man eine 7-tägige Trainingswoche clever plant und umsetzt

Okay, einen Moment mal. Bevor du dein aktuelles Programm einfach so aufgibst und denkst, dass du nun an sieben Tagen pro Woche Höchstleistungen erbringen musst, solltest du folgendes beachten: Du musst diese Tipps clever umsetzen, sonst wirst du irgendwann zu viel trainieren.

All diese Aussagen, dass dein Körper Zeit für die Genesung und Regenerierung braucht und dass dein CNS ausgebrannt ist …. Ja … es stimmt, dass da etwas Wahres dran ist. Aber keine Sorge. Wenn du clever trainierst, lässt sich das alles vermeiden.
Und so geht’s.

Kurz und knackig

Erstens, dein Training sollte kurz und knackig sein. Wusstest du, dass langwierige Workouts dein CNS wesentlich intensiver, als kurze und intensive Trainingseinheiten, beeinflussen? Also, mach ein paar “All-Out” Sets und geh dann verdammt noch mal schnell aus dem Fitnessstudio. Es ist nicht nötig, dort zu sitzen und jede Muskelgruppe bis zum Umkippen zu trainieren. Wenn du das jeden Tag tust, dann brauchst du dich nicht wundern, dass du einen Ruhetag brauchst. Das ist nicht das, was wir hier suchen.
Mach ein paar Sätze und die sollten dafür aber ordentlich gemacht sein. Das bringt dir die Ergebnisse, die du willst.

Teile dir dein Training ein

Es stimmt auch, dass jede Muskelgruppe, wenn sie extrem trainiert wird, diese 48 Stunden Ruhe braucht, um sich auszuruhen und wiederaufzubauen. Du solltest vorher nicht wieder mit dem Training beginnen, anderenfalls wirst du einen hohen Preis dafür zahlen- der Preis wäre hier, dass du keine Fortschritte machst.

Also teile es dir ein. Es wird nur selten empfohlen, seinen Körper in Zonen einzuteilen, weil dies nicht so “vorteilhaft” ist, aber diese Ansicht kannst du gerne vergessen. Wenn du an 7 Tagen pro Woche ins Fitnessstudio gehst, hast du ausreichend Zeit, um alle Muskelgruppen getrennt voneinander zu trainieren.

Wenn du natürlich jeden einzelnen Muskel nur alle 10 Tage trainierst, dann ist das nicht der beste Ansatz, um Ergebnisse zu erzielen. Wenn du es aber schaffen würdest, jede Muskelgruppe alle fünf Tage zu trainieren, dann wäre das Gold wert.

Hole dir Unterstützung in Form von Nahrungsergänzungsmitteln

Hoffentlich weißt du, dass es bestimmte Ergänzungen auf dem Markt gibt, die deine Regenerationsrate beschleunigen können und die Notwendigkeit von Ruhetagen verringern. Es wäre zum Beispiel ein kluger Schachzug während deiner Trainingseinheit an einigen BCAAs zu nippen, Molkenproteinpulver direkt nach dem Training zu nehmen ist ein weiterer, da dies einen schnellen Wiederaufbau von fettarmem Muskelgewebe gewährleistet, und wenn du dann noch ein Produkt wie HGH-X2 in dein Training einbaust, könntest du nicht nur deine Regenerationszeit verkürzen, sondern auch deine Fettverbrennung beschleunigen.

Auch wenn Nahrungsergänzungen nicht alleine für deinen Fortschritt zuständig sind, so können sie dir definitiv helfen, wenn du zwischendurch mal einen ordentlichen Schub brauchst.

Denke daran, dass sich Intensivität auf viele Arten verwirklichen lässt

Denken immer daran, dass sich Intensität auf viele Arten verwirklichen lässt. Lass ab von der Vorstellung, dass du schwere Gewichte heben musst, um ein “gutes” Training zu erleben. High-Rep-Training kann für deinen Körper genauso gut oder schlecht sein.

Du glaubst uns nicht?

Das nächste Mal, wenn du im Fitnessstudio bist, mache 6 Sätze Kniebeugen mit je 15 Wiederholungen und 45 Sekunden Pause dazwischen. Wir wollen mal sehen, ob du das schaffst, ohne zu heulen.
Ein Training mit hohen Wiederholungszahlen und ein Training mit hoher Belastung belasten den Körper auf unterschiedliche Weise, so dass du durch Abwechslung verhindern kannst, dass dein CNS ausgebrannt wird und es möglich ist, täglich zu trainieren.

Vielfalt ist des Lebens Würze. Nutze es!

Überdenke deine Ruhetage. Sie sind vielleicht nicht so wichtig, wie du einmal dachtest. Mit der richtigen Herangehensweise kannst du dich vielleicht von ihnen verabschieden und das, was du wirklich liebst, erleben. Jeden. Einzelnen. Tag.

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